Wenn ich mich in letzter Zeit mit Freunden, Verwandten und Bekannten über Politik unterhalte, dann fällt mir vor allem eines auf: die Leute haben Angst. Unnormal viel Angst. Vor Ländern, vor Kulturen, vor Menschen. Wir sind misstrauisch anderen gegenüber und ein Blick in die Zeitung bestätigt: schon wieder ein Anschlag. Von allen Seiten gibt es Islamkritik und populistische Parteien machen Stimmung in Deutschland.

Sie sind gegen Flüchtlinge, gegen die Presse und Vielfalt. Doch ist es wirklich realistisch sich vor Fremdem zu fürchten oder schränken wir uns damit nur selbst ein? Tatsächlich ist es (laut Südkurier) wahrscheinlicher von einem Blitz getroffen zu werden und sogar 3.797 mal wahrscheinlicher an einer Grippe zu sterben, als durch Terror umzukommen.

Außerdem geht es uns auch ansonsten richtig gut in Deutschland! Die Körperverletzungs- und Mordrate sinkt kontinuierlich und die Anzahl der Anschläge weltweit geht zurück. Allein (Zitat flow) “in den siebziger Jahren gab es wesentlich mehr links- und rechtsextremistische Gruppierungen, von denen häufigere und gewalttätigere Anschläge zu erwarten waren, als von heutigen Terroristen.” Die Welt ist nicht schlechter geworden oder zumindest war früher nicht alles besser.

Noch dazu kommt, dass alles, was wir in den Nachrichten sehen nach Wichtigem gefiltert wird und Negatives ist nun mal meistens wichtiger als Positives. Aber nichtsdestotrotz sollten wir nie vergessen, dass der Großteil der Dinge, die auf der Welt passieren gut sind, dass gerade in diesem Moment ca. $3,ooo,ooo für gute Zwecke gespendet, 257 Kinder geboren und 5 Bücher veröffentlicht werden.

Also sage ich: intolerante Meinungen spalten uns bloß, anstatt uns zu versöhnen und wem nützt das? Du hast die Wahl, wie du mit deinen Gedanken umgehst, ob sie nun auf Vertrauen, oder auf Angst basieren: Man kann nicht alle Risiken vermeiden und du kannst immer entscheiden, welchen Gedanken du Vorrang gibst. Daher: Rede und lache mit den Menschen, fürchte dich nicht vor ihnen!

 

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