Search

Freiheit

Miteinander statt Gegeneinander

Ich erinnere mich noch ganz genau daran, wie sehr ich mich, als ich klein war, darauf gefreut habe in die Schule zu kommen. Wenn man in der Schule war, dann war man nämlich groß. Man konnte lesen, rechnen und schreiben und lauter solche tolle Sachen. Ich konnte es kaum erwarten endlich selbst eingeschult zu werden. Dementsprechend gespannt hing ich daher an den Lippen der Großen, wenn sie von der Schule berichteten. Oft erzählten sie etwas wie: “In Rechtschreibung bin ich die Beste aus der Klasse! Und abschreiben lasse ich auch niemanden!”.

Diese Einstellung lässt sich wohl in vielen Grundschulklassen beobachten. Die bekannten Etui-Mauern sind nur ein Beispiel dafür. Und das ist keineswegs gut. Im Gegenteil, bei der Vorstellung läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Wir Kinder wurden dazu erzogen andere beim Spicken zu verpetzen und helfen bedeutete schummeln. Das Motto: Gegeneinander statt Miteinander.

Auch mit meinen Geschwistern habe ich mich seit je her gemessen, egal um was es ging. Ich habe sie vielleicht sogar manchmal um ihre guten Noten beneidet, anstatt mich für sie zu freuen. Es war ein einziges Gerangel, nicht nur um Wissen und Kompetenz und jetzt frage ich mich: Wozu?

Höchstwahrscheinlich bin ich nämlich nicht die Einzige, der es so geht. Oder kennst du ein einziges Geschwisterpaar, bei dem die Kinder nicht das Gefühl hätten sich gegenseitig beweisen zu müssen? Ich nämlich auch nicht. Die Erwachsenen machen es ja auch so vor. Wer fragt schon: “Wieviel Spaß hat es dir gemacht dein Abitur zu schreiben?” Die Leute interessiert, welchen NC du hast, nicht wie sehr du dich dafür bemüht hast. Dabei ist dieses Leistungsstreben doch komplett unfair. Wer kennt nicht das Beispiel von Affen und Goldfisch, die beide danach bewertet werden, wie gut sie auf einen Baum klettern können?

Und zugleich gilt das einfache Gesetz: Der Stärkere gewinnt, indem die Schule uns dazu trainiert hinter den eigenen Noten her zu rennen. Der Grund: Leistungen gerecht benoten zu können. Leistungen benoten. An diesem Ziel ist so gut wie alles falsch. In Schule als Be- und Verurteilungsmaschine lässt sich kein Miteinander finden.

Auch bei den allermeisten Sportarten wird in erster Linie nicht mit der eigenen, sondern gegen die andere Mannschaft gespielt. Bei der WM, Talentshows, der Eurovision Songcontest, Germanys next Topmodel; einfach “Miteinander” wäre wohl zu langweilig.

Gegeneinander statt Miteinander lässt sich überall wiederfinden. Was uns von klein auf beigebracht wurde spiegelt sich in unserer gesamten Gesellschaft wider, denn sie basiert auf dem Gegeneinander. Es gibt immer rang- und machtmäßige Differenzen und Hierarchien.

Wir leben unser Konkurrenzdenken und probieren ständig uns gegenseitig zu übertrumpfen. Aber was wäre eigentlich so schlimm daran nicht attraktiver, kreativer, intelligenter, witziger, schlagfertiger, mutiger, fähiger, stärker, finanziell und beruflich erfolgreicher zu sein? Wieso ist es so ein schrecklicher Gedanke beim Klassentreffen nach 30 Jahren zu merken, wie schlecht sein Leben verglichen zu allen anderen doch aussieht? Das Leben ist ein verdammter Wettbewerb und ich habe genug davon!

Ich habe genug vom Leistungsdruck, den schon Grundschüler kennen und der Rivalität, die mir durch soziale Netzwerke täglich vermittelt wird. Die Urlaubsreisen der anderen sind meistens besser, die Designerjeans cooler und bestimmt ist auch ihr Telefonanbieter günstiger. Sie haben mehr oder können sich mehr leisten. Na schön für sie!

Doch sagte Joseph Joubert nicht einmal: “Wenn du dich mit anderen vergleichst könntest du bitter werden (…); denn es wird immer jemanden geben, größer und geringer als du.”?

Es gibt auch eine Alternative dazu dich stets mit anderen zu vergleichen. Ziehe deine eigenen Startbedingungen als Maßstab heran, um zu beurteilen, was du erreicht hast. Ich bin ich.  Ich kann dazu lernen und mich verbessern. Entscheidend ist, was ich aus mir mache mit den Fähigkeiten und Talenten, die ich habe. Ich bin einzigartig.

Vergleicht man sich dann doch mal, dann ist dabei wichtig, wie man es tut. “Die da drüben hat eine richtig perfekte Figur!”, ist ja an sich erstmal eine neutrale Aussage. Aber wenn ich in Gedanken dranhänge: “… und ich Moppelchen bin deswegen viel weniger wert und werde nie einen Typen kennen lernen.”, dann tut mir dieser Vergleich weh. Was mir weh tut ist aber nicht der Vergleich, sondern die Schlussfolgerung, die ich daraus ziehe. Wenn das alles sein sollte, woher ich meinen Selbstwert nehme, dann ist das Vergleichen das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. Es macht mich missgünstig und führt mich weg von mir selbst.

Liebe ich mich dagegen selbst und schätze mich, mein Aussehen, wie auch meine Fähigkeiten wert, dann dürfen andere auch bessere Noten haben oder ein besseres Auto fahren oder so. Das macht mich als Menschen dann nicht schlechter. Ich kann mich und mein Leben mit anderen Augen sehen und meinen eigenen Weg gehen, ohne danach zu fragen, wie andere leben.

Über Critical Whiteness, Ethnopluralismus und kulturelle Aneignung

Ein Gastbeitrag von Tom-Felix Berger


Die Hautfarbe eines Menschen ist unbedeutend. Ob ich schwarz, weiß, grün, gelb, blau bin, das macht rein gar keinen Unterschied für mein Verhalten und jede*r, der*die etwas Anderes behauptet ist schlichtweg rassistisch. Das ist meine Meinung gewesen, solang ich denken kann und begriffen hab, dass nicht alle Menschen so aussehen wie ich. Doch seit heute habe ich einige Zweifel daran.

Ich war gerade im Kino in „Get Out“, irgendwas zwischen Horror und Thriller. Der Plot des Filmes in kurz zusammengefasst [SPOILER ALERT]: Chris, ein Schwarzer, lernt die Familie seiner Freundin Rose, einer Weißen, kennen. Er hat einige Bedenken, weil ihre Eltern scheinbar noch nicht wissen, dass er schwarz ist. Die bestätigen sich zunächst jedoch nicht, die Familie ist nett und vielleicht latent rassistisch, aber nicht mehr, als es für eine amerikanische, weiße Familie normal sein könnte, es ist eher eine übersteigerte Vorsicht, nicht rassistisch zu wirken, die sie Chris anders behandeln lässt, als sie eine*n Weiße*n behandeln würden. Nur eines ist merkwürdig: Die zwei Bediensteten sind beide schwarz. Am Wochenende findet im Haus von Roses Eltern eine Familienfeier statt, die sie behauptet vergessen zu haben. Die Gäste sind alle weiß, als Chris den ersten Schwarzen trifft, stellt sich schnell heraus, dass auch er nur ein Bediensteter ist. Langsam aber sicher entwickelt sich der latente Rassismus zu einem offenen: Roses Bruder lobt Chris für sein ausgezeichnetes Gen-Material, ein Ex-Golfer spricht ihn auf Tiger Woods an, eine alte Dame fragt Rose, ob es wahr sei, was man über schwarze im Bett sagt. Es stellt sich mit der Zeit heraus, dass all das, die Nettigkeit der Eltern, die Familienfeier, selbst die Beziehung zu Rose nur inszeniert und der einzige Zweck seines Besuches seine Verlosung als Sklaven an einen der Gäste im Bingo ist, wie es schon all den Bediensteten vor ihm ergangen ist. Natürlich schafft er es schlussendlich, diesem Schicksal um Haaresbreite zu entgehen, doch nicht ohne eine gewisse Blutspur hinter sich herzuziehen.

Dieser Film hat etwas in mir bewegt. Soweit das mit cineastischen Mitteln möglich ist aus Sicht eines Schwarzen, die Diskriminierung, ob absichtlich oder unbewusst, derer Chris permanent ausgesetzt war und die Andersartigkeit, die Abweichung von einer konstruierten Norm des Weißseins zu erleben, hat mir klar gemacht: Es ist nicht egal, welche Hautfarbe ich habe. Es erwächst daraus eine schwere Bürde, die nicht dadurch aufgelöst wird, die Augen vor ihr zu verschließen und so zu tun, als hätte die Gesellschaft den Rassismus längst überwunden.

Es geht nicht darum, Menschen nach Hautfarbe oder Kultur zu trennen, sondern um das Gegenteil, sie zusammenzubringen.

Es geht dabei allerdings nicht darum, Unterschiede zu suchen, zu finden und zu festigen. Es geht nicht darum, Menschen nach Hautfarbe oder Kultur zu trennen, sondern um das Gegenteil, sie zusammenzubringen. Es geht nicht darum, die Theorie des Ethnopluralismus, der von unterschiedlichen Kulturen, deren Erhalt vom Multikulturalismus bedroht sei, ausgeht, zu bestätigen, denn Ethnopluralismus ist einfach nur ein schöneres Wort für Rassismus. Und Vertreter*innen der Critical Whiteness, die von kultureller Aneignung sprechen, wenn ein Nicht-Schwarzer Dreads trägt, bewegen sich damit in eine sehr gefährliche Richtung.

Was ich meine, wenn ich sage, dass aus der Hautfarbe eines Menschen eine Bürde erwächst, lässt sich vermutlich am leichtesten an einem Beispiel erklären: Ich bin weiß, also nenne ich einen Schwarzen verdammt nochmal nicht Nigger! Und da spielt es überhaupt keine Rolle, ob es im Hip Hop oder sonst wo üblich ist, dass Schwarze sich gegenseitig so nennen, und es ist auch nicht rassistisch jemandem dieses Wort zu verwehren, weil er*sie weiß ist. Wir sind dazu verpflichtet den gesellschaftlichen Kontext unseres Handelns zu betrachten und solange Schwarze von latentem Rassismus, Praktiken wie Racial Profiling oder rassistischer Gewalt betroffen sind, sind Nicht-Schwarze zurecht schneller unter Verdacht diskriminierend zu sein als Schwarze.

Jede Minderheit kennt das übrigens auch. Flüchtlinge, denen ständig vorgeworfen wird, sie würden Frauenrechte ablehnen und potenzielle Vergewaltiger sein. Schwule, die als sentimentaler, unentschlossener und schwächer gelten. Juden, die es sich angeblich in ihrer Opferrolle bequem machen. All diese Menschen müssen täglich alles daran setzen, diese Vorurteile zu widerlegen und werden schneller als jede*r andere mit den jeweiligen Eigenschaften abgestempelt.

Nur weil ich in einer weißen Mehrheitsgesellschaft die Norm erfülle, heißt das nicht, dass ich mich nicht kritisch mit meiner Hautfarbe auseinandersetzen muss. Meine Vielzahl an Privilegien verpflichtet mich Tag für Tag zu beweisen, dass ich mich mit vollem Herzen dafür einsetze, sie allen Menschen zuteil werden zu lassen.


 

YouTube-Eine Kolumne

Endlich ist die Schule aus! Nachmittagsunterricht, Doppelstunde Mathe, 2 Stunden Latein, Chemie und Physik habe ich hinter mir. Horror! Von diesem ach so anstrengenden Tag geschafft lasse ich mich aufs Sofa sinken (Ja, ich gehöre auch zu der Sorte Mensch, die Schule als so selbstverständlich empfindet, dass sie als nerviges Übel wahrgenommen wird).

Jetzt erstmal: Handy raus und YouTube an! Doch scrolle ich durch meine Time Line springen mir die Titel nur so entgegen: „Yolo! Ich gehe meiner Freundin fremd!“, „Realtalk: Ich bin schwanger!!!“, „How to: Schlussmachen- kein Clickbait!“, -üblicherweise endend mit den Worten: „It´s a prank! It´s a prank!“. Hahahahhaa, wie lustig. Na toll. Nach dem Prinzip der versteckten Kamera ist es natürlich ein geniaaales Gefühl zu sehen, wenn sich Leute auf spektakuläre Art und Weise weh tun; klar darüber kann man lachen.

Exquisite Unterhaltung, muss ich sagen. Nix da: Filmkritiken, Kurzfilmchen, Bastelideen, Satire, Musik und Philosophie, neee. Stattdessen: „WOW sieben Tipps für meine Mädels gegen Pickel“, Diät-Hacks und Zimmer-Aufräum-Motivationssongs. Geil.

„Zum Teufel mit dem Videoportal für Content von in Chicken-Wings badenden Halbstarken! Zeug, das die Welt nicht braucht! Scheiß sexistische homophobe Drecksscheiße!“, brülle ich und will mein Handy an die Wand werfen…. Obwohl nein warte: „Disstrack zum Beef mit Miguel Pablo!“- das könnte doch eigentlich ganz spannend sein.

Ok gut, Spaß bei Seite: Abgesehen von Stars, die Songtexte wie „Bitch, ich fahr nen Babawagen“ schreiben hat YouTube überwiegend kreative Seiten. Lange ist klar, meine Generation hat sich längst von alten Medien abgewandt. Fernseh-Einschaltquoten sinken und etablierte Sender haben zum ersten Mal keine sichere Zukunft mehr. YouTube bietet zum einen eine Plattform, auf der man über Kommentarspalten interagieren und mitdiskutieren kann. Man kann sich schnell informieren und teilen, was einem wichtig ist. Zum anderen gibt es zu wirklich jedem relevanten Thema Videos. Es heißt, feste Gewohnheiten werden bis zum Alter von 20 Jahren geprägt und ich habe eine Vorstellung davon, wie unser Medienkonsum mal aussehen wird.

Viel mehr als unreflektierte YouTube Titel stören mich im Grunde die, die sich über YouTube aufregen (*öhem, öhem*). Es ist ein enormes Glück für viele, solch eine Vielfalt von Meinungen, Persönlichkeiten, Sexualitäten und Lebenseinstellungen kennen zulernen, weil YouTube jedem eine Stimme gibt. Gerade, wenn man in einem konservativeren Umfeld aufwächst und über bestimmte Bereiche nicht offen gesprochen wird, kann man sich durch YouTube selbst ein Bild machen und so viel dazu lernen! Von Verhütungsmethoden bis hin zu Feminismus gibt es keine Tabus.

YouTube hat heutzutage tatsächlich viele Vorteile. Wir können selbst entscheiden, was wir wann sehen wollen und darüber diese Privilegien zu haben bin ich sehr froh. Mit ein paar Aporeds und Pranks werden wir da schon klar kommen.


 

Politik? Mag ich (nicht)!

MitmachBlog

Politik? Mag ich nicht!

Politik ist sinnlos. Diese Haltung vertreten wohl viele. Man könne ja eh nicht verändern, was die Politiker da oben entscheiden. Beteiligung ist nicht modern und die Zahl der Nichtwähler erschreckend hoch. Genau das mag ich nicht!

Denn Politik geht uns alle direkt an! Sie betrifft jeden Einzelnen von uns! Politik machen nicht nur Politiker. Alles was um dich herum geschieht ist Politik! Egal um was es geht:

  • Wenn du dich bewirbst, Frauenquoten.
  • In der Schule, Chancengleichheit.
  • Was du isst, Tier- und Artenschutz.
  • Was du einkaufst, Kapitalismus.
  • Das Feld hinter deinem Haus, Umweltschutz.

Spielplätze, Verkehr, Bildung, Polizei, auch Rassismus, Antisemitismus und das Patriarchat: jeder erlebt es in seinem Alltag.

Das Wort Politik leitet sich vom griechischen Wort POLIS (Stadt) ab und meinte das Recht aller Bürger*innen einer Stadt über ihr Schicksal zu entscheiden. Die alten Griechen sahen Politik nämlich als Kunst an alle Angelegenheiten in einer…

View original post 346 more words

Der Traum von der EU

Viele von uns fragen sich wahrscheinlich momentan, ob die EU den finanziellen und sozialen Belastung weiterhin standhalten kann, denn sie leidet nicht nur unter einer Währungs- sondern auch unter einer Akzeptanzkrise.

Teuer, Terror, Transparenz Losigkeit? Britische EU-Gegner wollen sich vor überbordender Einwanderung schützen und unterstellen vor allem Immigranten nur wegen Sozialleistungen einzuwandern. Andere werden sagen, dass das so nicht stimmt. EU-Befürworter betonen beispielsweise, wie wichtig die Gemeinschaft (abgesehen von wirtschaftlichen Gründen und Arbeitsplätzen) für die politische Entwicklung und Sicherheit unseres Kontinents ist.

Und schon befinden wir uns in einer Diskussion, wie sie in Familien oder unter Freunden wohl täglich am Abendbrottisch stattfindet. Die Meinungen sind so geteilt wie nie. Stellen wir die Frage, ob die europäische Union überhaupt noch einen Sinn hat. Ich denke, man kann sie trotz allem eindeutig mit -Ja- beantworten.

Hier sind 5 Gründe für den Bund der EU:

  1. Das Konzept “Einheit in Vielfalt” bringt Menschen unterschiedlicher Nationen & Identitäten zusammen in einem Reichtum von Literatur, Kunst, Musik und Religionen.
  2. Freiheit- Es ist ein ungeheure Fortschritt innerhalb der EU-Grenzen frei reisen, leben, studieren, arbeiten und wohnen zu können.
  3. Die Gemeinschaft setzt sich erfolgreich für die Umwelt ein, sie ist vorbildlich in Sachen Klima- wie auch Natur- & Artenschutz. Ja, die EU hat wichtige Beschlüsse gefasst zur Verbesserung der Umweltqualität und Ziele zur Verringerung des CO2 Ausstoßes. Im nationalen Alleingang wäre es wesentlich schwieriger so etwas zu erreichen.
  4. Frieden- Seit vielen Jahren leben wir mit unseren Nachbarn in Frieden, zwischenstaatliche Konflikte wurden vermieden. In Deutschland gab es noch nie eine so lange Friedenszeit, denn große militärische Auseinandersetzungen sind durch dieses Miteinander undenkbar geworden.
  5. Doch die EU schützt nicht nur den Frieden innerhalb Europas, sondern auch in der Welt. Innerhalb unseres Kontinents ist die EU das Fundament des Friedens, doch hält auch gegen kriegerische Herausforderungen des Rests der Menschheit zusammen.

Die letzten zwei Punkte sind mir in der Argumentation die wichtigsten und ausschlaggebendsten! Das “Friedensprojekt”, wie Westerwelle es nannte, zeigt die Idee eines vereinten Europas. Unsere Großväter erlebten noch einen Krieg, wir hingegen können dem Frieden vertrauen. Welch ein Geschenk! Traumhaft! Ich bin dankbar dafür Streit nicht mehr im Schützengraben austragen zu müssen, sondern in der Verhandlung.


Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte; die EU trägt ihren Teil dazu bei unser Miteinander Tag für Tag friedlich zu gestalten.

 

 

Buchrezension: Flavia de Luce

flavia3

ist eine seit 2010 (fast jährlich) erscheinende Buchreihe von Alan Bradley. Mittlerweile gibt es 7 Bände, die ich alle besten Gewissens weiterempfehlen kann.

– Mord im Gurkenbeet

– Mord ist kein Kinderspiel

– Halunken, Tod und Teufel

-Vorhang auf für eine Leiche

-Schlussakkord für einen Mord (!Lieblingsteil!)

-Tote Vögel singen nicht

-Eine Leiche wirbelt Staub auf

Der Krimiroman spricht alle Altersklassen an. Kauzige Figuren, ein beschauliches Anwesen und natürlich ein verzwickter Mordfall: all das lässt sich in den Flavia de Luce Bänden finden.

Wo?

Die Geschichte spielt im England der 1950er Jahre. Das Telefon wird immer nur als “das Gerät” bezeichnet, es geht also ohne viel Technikgedöns klassisch um einen Mord und die Ermittlungen dazu.

Wer?

Unsere Protagonistin Flavia ist gerissen und forsch. Sie birgt einen Wissensschatz, der ihrem Alter so überhaupt gar nicht gerecht wird und völlig überzogen ist. Ihre unerschütterliche und pragmatische Art lassen einige Szenen ziemlich abgedreht und schaurig erscheinen. Skurril und amüsant: ja, zum lachen dann aber auch wieder nicht. Die Geschichte wird gerade durch diesen sehr individuellen Charakter interessant. Auch Flavias Familie und alle anderen Figuren sind liebevoll gezeichnete Persönlichkeiten, jeder besonders für sich.

Inhalt:

Familie de Luce ist irgendwie schon etwas seltsam. Vater de Luce, die drei Töchter (Ophelia (17), eine hübsche, hervorragende Musikerin & Daphne (13), ein Bücherwurm, mit denen Flavia (11) eine Art Hassliebe verbindet) und die Haushälterin Mrs. Mullet, die nicht kochen kann, leben gemeinsam auf Buckshaw, dem Familiensitz der de Luces, unweit der Ortschaft Bishop’s Lacey. Ihre Mutter kam als junge Frau beim Bergsteigen im Himalaya ums Leben, ihre Leiche wurde jedoch nie gefunden. Der Gärtner Dogger ist Flavias bester Freund.

Die Elfjährige hat dazu noch eine Leidenschaft: Sie liebt Gifte aller Art, und widmet sich ihren Forschungen in einem eigenen Labor. In Buckshaws kaltem Ostflügel befindet sich Flavias Reich: Ein großzügiges, komplett eingerichtetes Laboratorium: es verfügt über einen riesigen Vorrat an Pülverchen, Tinkturen und weisen Ratschlägen.

Sobald eine Leiche in Flavias Heimatdorf auftaucht macht sie sich entschlossen an die einzelnen Fälle heran, die sie nicht selten in lebensbedrohliche Situationen führen. Bei den Aufklärungen rivalisiert sie jedes Mal mit dem zuständigen Polizeiinspektor, dem sie bei ihren eigenen Ermittlungen häufig eine Nasenlänge voraus ist.

Was sich Alan Bradley im siebten (und soweit letzten) Teil wieder für seine Heldin ausgedacht hat, ist, dass Flavia ihr Zuhause verlassen muss, um im weit entfernten Kanada Miss Bodycotes höhere Mädchenschule zu besuchen. Flavia findet es allerdings alles andere als lustig, als sie sich in dem Internat wiederfindet, in dem schon ihre Mutter war. Als ihr aber bereits in der ersten Nacht eine Leiche zu Füßen fällt – direkt aus dem Kamin, wird es spannend. Die kleine Detektivin beginnt zu forschen und stößt auf zahlreiche mysteriöse Vorkommnisse.

Schreibstil:

Die Art Alan Bradleys zu schreiben, fand ich ein bisschen schwer bzw. anstrengend zu lesen. Man gewöhnt sich aber nach und nach an die “etwas ältere Ausdrucksweise”.

Kritikpunkte:

Chemie. Sehr viel Chemie. Da Flavia eine begnadete Giftmischerin ist kommen viele chemische Formeln und seitenweise Erklärungen vor. Ich selbst begeistere mich nicht besonders für Chemie und halte das aus meiner Sicht für nicht wirklich nötig, da all die Gleichungen sowieso nicht viel mit der Handlung zu tun haben.

Spannung wird im Generellen nur sehr langsam aufgebaut. Meist radelt Flavia umher und redet mit dem Pastor oder anderen Dorfbewohnern, was sich manchmal wie Kaugummi ziehen kann.

flavia2

Meine Meinung:

“Schmökerig”, charmant und angenehm zu lesen; Flavia de Luce begeistert auch die, die für gewöhnlich keine leidenschaftlichen Krimi-Leser sind. Die junge Detektivin hat es faustdick hinter den Ohren und ist nicht zu stoppen. Ohne Zweifel ein besonderer Roman, der zwar manchmal weit ausschweift, dem aber durch seine erfrischend humorvolle Art dieses ganz gewisse Etwas verliehen wird.

Aber Kleinvieh macht auch Mist

MitmachBlog

Manchmal laufe ich die Straße entlang und sehe wie ein Mann sein Kind anschreit. Manchmal bin ich in der Schule und sehe, wie ein anderes Mädchen ausgeschlossen wird. Ich höre eine Gruppe fiese Witze über jemanden reißen, der direkt vor ihnen steht. Ich höre catcalls. Ich sehe gemeine WhatsApp Nachrichten im Gruppenchat und unhöfliche Facebook posts. Ich sehe und höre all das- jeden Tag aber was mache ich? Nichts.

Ich meine es würde ja wahrscheinlich eh keinen Unterschied machen, oder? Es würde lange dauern und erst der Aufwand! Vielleicht würde ich sogar zur Zielscheibe für solche Personen werden. Darüber hinaus bin ich weder verantwortlich, noch zuständig für irgendjemanden. Dafür bin ich zu alt, zu schwach, zu klein, zu müde, ich muss noch mit dem Hund und einkaufen gehen und außerdem ist das Wetter zu schlecht.

Es gibt viele abers, viele Gründe (oder Ausreden) nichts zu tun. Okay, na gut…

View original post 396 more words

Buchrezension: Die Elfen

Die Elfen ist ein im Jahr 2004 erschienener deutscher Fantasyroman. Es handelt sich um ein Buch, das aber kein Ausgangspunkt, sondern eine Klammer für die darauffolgenden Bände darstellt.

-Elfenwinter & Elfenlicht

-Elfenkönigin

-Elfenritter

– und Drachenelfen, was sich mit der Vorgeschichte Nangogs und der Albenmark befasst.

Die durch Zeitsprünge unterbrochene Haupthandlung wird so gefüllt und ausgeschmückt. Trotz vielen verschiedenen Handlungsorten und Hauptcharakteren überzeugt mich Bernhard Hennens Elfenuniversum als geschlossenes Ganzes und hier möchte ich euch erzählen warum.

Wo?

Die Welt der Elfen ist vielfältig und weitläufig. Die Geschichte spielt in insgesamt 3 verschiedenen “Welten”: Die Menschenwelt, die zerbrochene Welt (Nangog) und Albenmark, Heimat der Elfen. Erwähnt werden aber darüber hinaus auch die Welten der irdischen Götter: Die goldenen Hallen & Luth´s Hallen. Die Seelen der Elfen aber werden solange in einem neuen Körper wiedergeboren, bis sie ihre Bestimmung gefunden haben und “ins Mondlicht gehen” (vergleichbar mit dem Nirwana). Die drei zuerst genannten Welten werden durch ein Netz von Lichtwegen, die durch das Nichts führen, verbunden.

Wer?

Mythen und Legenden verschmelzen zu einem ganz neuen packenden Universum. Neben den Elfen sind die wichtigsten Völker:

  • Die Zwerge
  • Die Trolle
  • Die Kobolde
  • Die Menschen
  • Die Drachen und die Devanthar

Außerdem gibt es Kentauren, Selkies, Lamassu und vieles mehr.

Inhalt:

Im ersten Teil begleiten wir Mandred Torgridson, Jarl des Fjordlandes, bei seiner Odyssee durch Menschen- und Elfenwelt. Er möchte seine Heimat Firnstayn vor der Bedrohung eines Monsters, dem sogenannten Manneber, beschützen und bittet um die Hilfe der Elfen. Deren Königin Emerelle verlangt im Gegenzug aber Mandreds neugeborenen Sohn und sendet die Elfenkrieger Farodin und Nuramon, um den Dämon zu töten. Schließlich kommt es zum Kampf, doch der (wie sich später herausstellt) letzte Devanthar kann fliehen und schließt die 3 Protagonisten in einer Gebirgshöhle ein. Als sie sich endlich aus dieser befreien können sind in der Menschenwelt und Albenmark jedoch mehrere Jahrzehnte vergangen. Während dieser Zeit verführte der Devanthar (in Nuramons Gestalt) die Elfe Noroelle, die sowohl Farodin als auch Nuramon lieben. Wenig später gebärt sie ihren Sohn Guillaume, der wegen seines Vaters und seiner wahrscheinlich schrecklichen Kräfte aber zum Tode verurteilt wird. Noroelle versteckt ihr Kind und wird daraufhin in die zerbrochene Welt verbannt. Nuramon und Farodin sollen, in ihre Welt zurückgekehrt, das Kind ausfindig machen, dann würde Noroelles Verbannung aufgehoben. Mandred wird sie auf dieser Mission begleiten und auch Mandreds Kind Alfadas, der am Hofe Emerelles aufgewachsen ist, zieht mit ihnen. Auf der Suche nach Guillaume bestehen unsere Helden viele Abenteuer. Ob es ihnen und vielen nach ihnen gelingt das Schicksal Albenmarks zum Guten zu kehren?

Schreibstil:

Der Schreibstil ist sehr ausschmückend. Schlachten und Kampfszenen werden ebenso detaillreich geschildert, wie die funkelnden Kleider der Elfenkönigin. Zwischendurch gibt es immer nochmal lustige, clevere “Quellentexte”, die das Ganze auflockern.

Kritikpunkte:

Das einzig Negative, das ich anzumerken habe ist, dass aus starken Charakteren natürlich auch starke Handlungsstränge erwachsen. Manchmal sind mir die in diesem Fall aber etwas zu facettenreich und werden zu einem sagenhaften Durcheinander. Wenn es schwierig wird eine normale Rezension zu schreiben, weil man die Geschichte selbst nicht mehr zusammenbekommt, dann ist es zu kompliziert und etwas weniger vielleicht doch mehr. Anstatt zu vielen Längen bitte lieber mehr Atmosphäre und überraschende Wendungen, die ich an diesem Buch so mag!

Meine Meinung:

Bernhard Hennen vereint im Roman die Elfen kreativ und mit Liebe zum Detail spannende Ideen und ein noch spannenderes Volk zu einer großartigen Geschichte mit viel Tiefgang. Die von ihm geschaffenen Charaktere sind sehr nachvollziehbar und haben glaubwürdige Motive. Dramatische Liebe, Herzzerbrechen, Selbstaufopferung, innere Konflikte und edle Ziele: man fühlt, weint und lacht mit den Hauptfiguren. Es ist eine meiner Lieblingsbuchreihen, die ich jedem Fantasyfan mit ein wenig Lese-Ehrgeiz nur weiterempfehlen kann!

The purpose of life

I would like to begin this blog with a story. There is a legend saying that the best teacher of how to live life is death. On your deathbed you will be visited by ghosts. These are the ghosts of your dreams, abilitys and talents, given to you by life. But if you never acted on that idea, never worked on those skills, never used your voice; then the ghosts will say: “We came to you and only you could have given us life. Now we must die with you, forever.”

Les Brown, who originally wrote about this legend, says: the only way to avoid this situation is to find the purpose of your life. Well, how can we do that? How can one use his strenghts, if he doesn´t know them? First of all you have to ask yourself: What are my natural talents? What is something I enjoy doing? What is something I can´t shut up about, I have to read, write and talk about? By asking those questions you will get closer and closer to your mission.

Because each one of us probably has a whole lot of different strenghts, it is important to discover your key- or also called signature strenghts. Signature strengths are those that resonate most strongly with you. Knowing your own strengths allows you to build on them and to achieve a happier and more fulfilled life. Researchers (from National Geographic) have codified strengths into six broad categories:

Wisdom and knowledge- including creativity, curiosity, open-mindedness and love of learning.

Courage- including honesty and authenticity, bravery, willpower and grit.

Humanity- including kindness, love, social intellegence and universalism: apprecation, tolerance and protection of all people and of nature (it is found that left leaning citizens all around the world are more likely to value universalism).

Justice- including fairness, leadership and teamwork.

Temperance- including forgiveness, modesty, prudence and self-regulation.

Transcendence- including gratitude, hope, humor and religiousness/ spirituality.

In every human character a constellation of strengths can be identified in a lesser or greater degree. For example if you say: I love to go to art galleries and concerts, to learn something simply for the sake of learning. I rearrange my living space weekly and like to try out new foods just for the craic. Maybe you even have an artistic job? If this is very much like you, you score high on openness scales and are receptive to new ideas. Your signature strength is wisdom and knowledge (which by the way is correlated with more completed years of education and intellect). After you identified your key strengths, you can focus on using them to reach your goals.

Your goals. You may tell yourself that you truly want that promotion or to be closer to your family- but do you really? Striving for a goal out of guilt is a 100% recipe for failure and stress. Being conflicted between your strivings and your true values leads to depression. You are less likely to achieve your goals and instead you worry about them. You better ask yourself whether you really feel ownership of your own goals!

All in all to live your life to the fullest, you got to ask yourself this question: If you had 365 days to do something and whatever you choose you were guaranteed to succeed in it… What would you do? Chances are that is what you should be doing right now.

Powered by WordPress.com.

Up ↑